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„Das ist das Rote Kreuz der Zukunft“

"Jahr der Veränderungen" - so überschrieb Ronja Kemmer, Präsidentin des DRK-Kreisverbands Ulm, ihren Rückblick auf 2017. Bei der Kreisversammlung in Oberstadion dankte sie den Rotkreuzlern für ihr tägliches ehrenamtliche Engagement für die Gesellschaft- zum Beispiel als Helfer vor Ort, beim Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Fahrdienst, im Übernachtungsheim oder in den Tafelläden.

Musikverein Lyra Unterstadion leitet die Versammlung mit flotten Melodien ein

145 Delegierte in der Mehrzweckhalle in Oberstadion

Präsidentin Ronja Kemmer geht auf das "Jahr der Veränderungen" ein

Das Präsidium wird einstimmig entlastet

Dr. Eberhard Schwerdtner überbringt die Grüße des Landesverbands

Zahlreiche Mitglieder werden für langjährige aktive Zugehörigkeit geehrt

Ronja Kemmer zeichnet Frank Prinzing mit der Kreisverdienstspange aus

145 Delegierte waren zur vom Musikverein Lyra Unterstadion flott eingeleiteten Kreisversammlung in die Mehrzweckhalle Oberstadion gekommen, ebenso Ehrenpräsident Dr. Götz Hartung, Dr. Eberhard Schwerdtner vom DRK-Landesverband, der ehemalige Landrat Heinz Seiffert, die Bürgermeister Bernhard Ritzler (Lauterach), Paul Burger (Emerkingen) sowie Kevin Wiest (Oberstadion), zugleich Vorsitzender des gastgebenden Ortsvereins. Ebenfalls anwesend waren David Richter, Geschäftsführer des Rettungsdienstes Heidenheim-Ulm sowie Heidenheims Kreisgeschäftsführer Mathias Brodbeck.

Die von langer Hand vorbereitete Fusion der Rettungsdienste Ulm und Heidenheim war laut Ronja Kemmer einer der gravierenden Umbrüche im vergangenen Jahr. Bereits auf den Weg gebracht worden sei der Neubau der Rettungswache auf dem Oberen Eselsberg in Ulm. Unterkommen soll dort auch eine Außenstelle der DRK-Landesschule zur Ausbildung von Notfallsanitätern. Die Baugenehmigung liege vor, im Sommer 2020 soll die Rettungswache stehen. Von den 5,8 Millionen Euro Gesamtkosten entfielen 2,5 Millionen auf die Schule. Für die Rettungswache gebe es eine Million Euro Zuschuss vom Land.

Die Präsidentin ging auch auf die neue Vereinsstruktur und die neue Geschäftsführung mit Eckart Fuchs an der Spitze ein, der nach fast 20 Jahren Guido Mayer im Amt abgelöst hatte. Das "neue Modell" mit einem hauptamtlichen Vorstand sowie der Trennung von operativem Geschäft und Kontrolle sei bisher einmalig im Landesverband, betonte Dr. Eberhard Schwerdtner in seinem Grußwort. Diese "sehr, sehr gute Lösung" könne vorbildhaft wirken für andere Kreisverbände. Zu begrüßen sei auch die Stärkung des Sozialbereichs. "Das ist das Rote Kreuz der Zukunft". In diesem Zusammenhang hatte Ronja Kemmer die Eröffnung von Café Alma und Aufnahmehaus für wohnungslose Frauen in Wiblingen hervorgehoben.

Nach einem leichten Rückgang der Zahl der Fördermitglieder zeige die derzeit laufende Mitgliederwerbung schon positive Effekte. "Das spiegelt die Wertschätzung des Roten Kreuzes durch die Menschen in der Region wider", so Ronja Kemmer. Die Finanzen des Kreisverbands sind geordnet, wie Schatzmeister Dr. Guido Steeb berichtete. Die Ertragslage sei gegenüber dem Vorjahr (276.000 Euro) mit 30.000 Euro für 2017 deutlich abgeschwächt, aber zufriedenstellend. Gründe seien der Wegfall der Flüchtlingsbetreuung sowie das Defizit im ambulanten Pflegedienst, das "seit einigen Jahren gewisse Sorgen" bereite. Doch Finanzlage und Liquidität seien gut. Auch Steeb betonte die Notwendigkeit von Werbemaßnahmen aufgrund der Altersstruktur.

Die Zahl der Aktiven in den Ortsvereinen, der Bergwacht und der Rettungshundestaffel ist laut Kreisbereitschaftsleiter Ralf Fiderer um 32 auf 822 leicht gestiegen. Kreissozialleiter Alfons Thurner berichtete über die Schwerpunkte Tafelläden und Hausnotruf (HNR). Einige Ortsvereine besuchten die HNR-Teilnehmer zu ihren Geburtstagen. Sie checkten die Technik und die Aktualität der Daten und machten zugleich den Besuchten eine Freude. Dieser Dienst solle flächendeckend ausgebaut werden, so Thurner.Kreisjugendleiter Stefan Gerstenberger berichtete über den erfolgten Ausbau der Schulsanitäts- und Juniorhelfer-Dienste und das ganz neue Vorschulprogramm. Die JRK-Gruppen im Kreis zählten 337 Mitglieder. Ein Höhepunkt 2017 sei die Teilnahme am "Supercamp" mit dem Kampagnenstart "Was geht mit Menschlichkeit?" gewesen.

Für langjährige aktive Mitgliedschaft ehrte Ronja Kemmer zahlreiche Mitglieder. 25 Jahre sind dabei: Aloisia Michelberger (Allemendingen), Uwe Kunkel und Nadine Wieder (Ehingen), Hardy Hepp (Laichingen), Renate Koch (Langenau), Armin Fabian (Lonsee), Axel Leute (Munderkingen), Klaus Pusch und Josef Rehm (Oberstadion), Sylvia Rehm-Leger (Regglisweiler), Rene Vonier (Ulm) und Michael Jenner (Weidenstetten/Beimerstetten). 40 Jahre aktiv im DRK sind Ingrid Barth (Ehingen), Andreas Haußig (Erbach), Hans Kirsamer (Laichingen), Karl Pickny (Nellingen) und Thomas Oswald (Oberdischingen). Für 50 Jahre aktive Zugehörigkeit wurden geehrt: Roswitha Oberndorfer (Munderkingen), Josef Mönch und Hermann Pfeifer (Lauterach-Kirchen) sowie Anita Wresner (Öpfingen-Rißtissen). 55 Jahre aktiv sind Konrad Wiedemann (Erbach) und Bernhard Häger (Öpfingen-Rißtissen) sowie Wilhelm Honold (Weidenstetten/Beimerstetten). Mit der Verdienstspange des Kreisverbands Ulm wurde Frank Prinzing für sein vielseitiges Engagement im DRK Ulm ausgezeichnet. Der langjährige stellvertretende Ulmer Ortsvereins-Vorsitzende und Bereitschaftsleiter Frank Prinzing verlässt Ulm aus beruflichen Gründen. 

12. Juli 2018 23:29 Uhr. Alter: 154 Tage