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Kreisversammlung 2019 in Obermarchtal

Präsidentin Ronja Kemmer bei Kreisversammlung: „Schritt für Schritt neue Felder erschließen“

Ronja Kemmer beim Rück- und Ausblick

Alle anwesenden Geehrten

Brigitte Keller und Rudi Reichel wurden für 60 Jahre aktive Zugehörigkeit geehrt

DRKler aus Laichingen und Blaubeuren, die das silberne und goldene Leistungsabzeichen errangen

 

Das Jahr 2018 war laut Kreisverbands-Präsidentin Ronja Kemmer ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr, in dem Prozesse gefestigt und wichtige Weichen gestellt wurden. Auch wirtschaftlich sei der DRK-Kreisverband gut aufgestellt, sagte sie bei der Mitgliederversammlung in Obermarchtal. Die Zahl der Fördermitglieder sei gestiegen, mit 17.250 Mitgliedern sei der dritthöchste Stand seit 2009 erreicht. "Das fällt aber nicht vom Himmel", betonte Ronja Kemmer. Zu verdanken sei der Zuwachs einmal den konstanten Werbeaktionen. Er sei aber auch Ausdruck für die Anerkennung und die Reputation, die das Rote Kreuz genießt.

Zahlreiche Ehrenamtliche sowie die hauptamtlichen Mitarbeitende erfüllten und lebten die guten Grundwerte des DRK in Ulm und im Alb-Donau-Kreis. Ronja Kemmer ging auch auf die Erweiterung der Geschäfts- und Tätigkeitsfelder ein. Seit Januar 2018 betreuen Fachkräfte des Kreisverbands ambulant Menschen mit psychischen Erkrankungen und unterstützen sie dabei, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen. Hintergrund des "Ambulant Betreuten Wohnens (ABW)" ist das Bundesteilhabegesetz, das die Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigungen stärkt. Die Nachfrage nach ambulanter Betreuung sei sehr groß, so Ronja Kemmer. Weitere neue Schwerpunkte waren die Anschaffung und die Arbeit mit der "Vielfaltbox". Die verschiedenen Materialien machen erfahrbar, wie es ist, mit körperlichen Einschränkungen zu leben. Ziel ist ein vorurteilsfreies Miteinander von Jung und Alt sowie von Menschen mit und ohne Behinderung. Auch die Jugendarbeit stand 2018 im Fokus, unter anderem beim landesweiten Turnier der Schulsanitäter, die den Wettbewerb in Ulm austrugen. Als herausragendes großes Ereignis nannte die Präsidentin den Spatenstich für den Neubau der Rettungswache auf dem Oberen Eselsberg. Sie wird zugleich neues Domizil der Außenstelle der DRK-Landesschule und soll 2020 fertig gebaut sein. Sowohl Zeit- als auch Kostenrahmen seien bisher gut eingehalten.

Der Kreisverband werde sich auch künftig "Schritt für Schritt" neue Felder erschließen und beispielsweise das betreute Wohnen und die Tagespflege für ältere Menschen ausbauen. Das seien Bereiche, in denen das DRK seine Kompetenzen einbringen könne. Schatzmeister Dr. Guido Steeb ging auf die gute Ertragslage ein, die nicht zuletzt zwei Erbschaften zu verdanken sei. Gestiegen seien auch die Mitgliederzahlen. Ohne deren Beiträge könnte der Kreisverband seine Aufgaben nicht erfüllen, betonte Steeb.

840 Ehrenamtliche sind in den Bereitschaften der 22 Ortvereine, in der Bergwacht und in der Rettungshundestaffel aktiv. Kreisbereitschaftsleiterin Steffi Ludwar dankte auch den Helfern bei überörtlichen Großereignissen wie dem Festival "Rock dein Leben" in Laichingen oder dem Einstein-Marathon in Ulm. Auch zur Silvester-Party in Berlin mit einer Million Besuchern seien Helferinnen und Helfer aus den Ortsvereinen des Kreisverbands angereist.

Claudia Steinhauer sprach in Vertretung des Kreissozialleiters Alfons Thurner. Der Betrieb der sechs Tafelläden des Roten Kreuzes wurde im vergangenen Jahr von mehr als 300 Ehrenamtlichen gewährleistet. An 732 Öffnungstagen wurden 71.000 Einkäufe registriert. Nach wie vor werden händeringend ehrenamtliche Fahrer gesucht, so Claudia Steinhauer. Sie ging auch auf Neuerungen beim Hausnotruf ein. Da der Rettungsdienst nicht mehr ausrücken dürfe, wenn nichtmedizinische Notfälle über den Hausnotruf gemeldet werden, sei ein Hintergrunddienst in Ulm aufgebaut worden. Er ist für den ganzen Alb-Donau-Kreis zuständig, allerdings werden auch vor Ort Ansprechpartner gesucht - und sind auch teilweise schon gefunden.

Sehr aktiv war auch das Jugendrotkreuz, wie Stefan Gerstenberger berichtete. So konnten im vergangenen Jahr auch einige neue Gruppen gegründet werden, berichtete der Kreisjugendleiter.

Ehrungen und Auszeichnungen
Zahlreiche Mitglieder wurden für langjährige aktive Zugehörigkeit geehrt. 60 Jahre sind Brigitte Keller aus Weidenstetten-Beimerstetten, Martin Rettich aus Obermarchtal und Rudi Reichel aus Laichingen aktiv. Für 55-jährige aktive Mitgliedschaft wurden Horst Penetti (Dorndorf), Gisela Mantler, Georg Semle, Rita Zanotti (Lonsee), Hans Oswald (Oberdischingen) und Erwin Leger (Regglisweiler) geehrt. 50 Jahre dabei sind Harald Widmann (Obermarchtal) sowie Hans-Anton Gräter und Hannelore Staudacher aus Ehingen. Seit 40 Jahren aktiv sind Ulrike Hackel und Wolfgang Gölz (Ehingen) sowie Ulrich Goller (Lauterach-Kirchen). Für 25-jährige aktive Mitgliedschaft wurden geehrt: Sabine Gärtner, Gerhard Geißelhardt, Michaela Schaude und Wolfgang Ehrhardt (Allmendingen) sowie Edith Fischer, Hans-Joachim Lehmann, Thomas Winkhart (Bergwacht Blautal), Gertrud Denk (Dorndorf), Peter Waibel und Mario Klumpp (Ehingen). Ebenfalls 25 Jahre dabei sind Dr. Christian Fischer (Illerkirchberg), Andreas Bauer (Langenau), Michael Mantler (Lonsee) sowie Marie-Luise Bronner, Marius Hirsch, Martin Lander, Bettina Schenk, Elisabeth Schwetlik und Corinna Volz (Oberdischingen), Norbert Faad (Obermarchtal) und Dr. Robin Obermiller (Schelklingen). Mit der Verdienstspange des DRK-Kreisverbands wurden Irmgard Herzog und Herbert Sonnenmoser aus Öpfingen-Rißtissen ausgezeichnet. Das Leistungsabzeichen in Gold erhielten Nico Friedrich, Thomas Semmler, Susanne Autenrieth, Carolin Rettich, Nehle Busse und Andreas Keirat aus Laichingen. Das silberne Abzeichen bekamen Stefan Gerstenberger, Steffi Ludwar, Matthias Lange, Matthias Maier, Tobias Baumeister und Patricia Heigl aus Blaubeuren sowie Christel Striftler aus Laichingen.

 

3. Dezember 2018 23:57 Uhr. Alter: 318 Tage