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Im schwäbischen Städtle heimisch geworden - Hans Kupke

Hans Kupke aus Blaubeuren

Sag mal, kennsch du eigentlich älle Leit?“ Die Frage hört Hans Kupke oft. Die Antwort: In 62 Jahren aktiver ehrenamtlicher Rotkreuzarbeit hat der Blaubeurer jede Menge Menschen getroffen.

Noch heute hilft der 82-Jährige bei Blutspende-Aktionen. „Das mache ich, so lange ich laufen kann“, sagt Hans Kupke. Diesen Grundsatz fasste er, als seine Frau vor 36 Jahren wegen einer schweren Operation auf Blutkonserven angewiesen war. Wer sich mit Kupke unterhält, käme nicht unbedingt auf die Idee, dass er kein waschechter Schwabe ist. Er stammt aus Schlesien und kam nach dem Krieg mit seiner Familie nach Blaubeuren. Sein Vater half mit, die DRK-Bereitschaft wieder aufzubauen. Er war gelernter Schuster und hatte schon in Schlesien als einziger Sanitäter im Dorf in seiner Werkstatt Kranke und Verletzte versorgt. Eine prägende Erinnerung für seinen Sohn Hans. Der engagierte sich daher ebenfalls beim Roten Kreuz. Sanitätsdienste auf dem Sportplatz und im Bierzelt, Einsätze als Sanka-Beifahrer, Betreuung von älteren Menschen im Auftrag des Roten Kreuzes, Verantwortung im Vorstand des Ortsvereins: Kupke betrachtete alle diese Aufgaben stets „als Bereicherung“, wie er sagt. Gerne erinnert er sich an die erste Altkleidersammlung im Jahr 1961. „Das war eine Sensation damals.“ Alle halfen mit. Ein ganzer
Güterwagen voll mit Kleidern kam den Unglücksopfern in Italien zugute. Aber auch Ausflüge und die Kameradschaft unter den Rotkreuzlern spielten eine große Rolle, ebenso die Feiern zum 50- und 60-jährigen Bestehen des Ortsvereins. Der wird übrigens nächstes Jahr 100. 

Für Kupke steht fest: Seine Mitarbeit beim Roten Kreuz hat entscheidend dazu beigetragen, dass er, der aus Schlesien stammt, im schwäbischen Städtle bald integriert und heimisch war und so viele Leute kennenlernte. 

Hans Kupke hier bei einem Lauf-Event mit Olympiasieger Dieter Baumann