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Aktiv und unabhängig mit dem Mobilruf

Barbara Lang-Huschitt mit ihren Tieren

Barbara Lang-Huschitt bezeichnet sich als lebensbejahende Kämpfernatur, "die sich nicht immer um sich selbst dreht". Trotz ihrer Gehbehinderung ist sie täglich bei ihren Tieren auf der Pferdekoppel anzutreffen. Das Handy mit dem DRKMobilruf hat sie immer bei sich.

Eigentlich sei sie kein Fan von Handy und virtueller Welt, sagt die 49-Jährige. Seit vielen Jahren leidet sie an einer Muskelerkrankung mit periodischen Lähmungen. Wegen Kurzdarmsyndroms trägt sie einen Portkatheter zur künstlichen, parenteralen Ernährung. Außerdem leidet sie an einer Autoimmunkrankheit. Sie muss immer mit einer kritischen Situation rechnen. "Der Mobilruf könnte dann meine letzte Option sein", sagt Barbara Lang-Huschitt. Besonders, wenn sie nicht mehr sprechen und somit auch nichts mehr erklären kann. Darin unterscheidet sich der Mobilruf - ebenso wie der Hausnotruf - vom Wählen der allgemeinen Notfallnummer 112: "Sobald der Teilnehmer die rote Taste an seinem Handy oder beim Hausnotruf den Funkfinger drückt, geht in unserer Zentrale die Datei mit allen Patienteninformationen auf", erklärt Jürgen Dumler, beim DRK-Kreisverband Ulm zuständig für Mobil- und Hausnotruf. Über Satelliten (GPS) wird der Mobil-Anrufer geortet, und die Zentrale schickt den nächstgelegenen Rettungsdienst los. "Das funktioniert in ganz Deutschland, in Österreich und in der Schweiz", betont Dumler. Daher eignet sich der Mobilruf vor allem auch für Menschen, die in den Alpen unterwegs sind. Wenn der Rettungsdienst beim Kranken oder Verunglückten eintrifft, wissen die Helfer schon Bescheid über alles, was in seinem speziellen Fall zu beachten ist, welche Vorerkrankungen, Allergien oder Medikamente zu berücksichtigen sind. Bei Barbara Lang-Huschitt ist das eine ganze Menge. Sie hat auch hinterlegt, welche Kliniken sie persönlich und ihr komplexes Krankheitsbild kennen.

Unabhängigkeit und größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag sind der gelernten Arzthelferin wichtig. Ganz kurze Strecken kann sie an Krücken gehen, normalerweise benützt sie den Rollstuhl, alle Treppen in ihrer Wohnung haben einen Lift. Falls es ihre Kräfte zulassen, spielt sie Oboe, näht Plüschtiere oder geht ihren anderen vielen Interessen nach. Außerdem erteilt sie Nachhilfe- und Gesangsunterricht. Zur Pferdekoppel fährt sie mit dem Mofa. Ihr Wallach Marani, die Gaststute Quenty sowie die beiden Esel Luke und Fuzzy traben ihr entgegen, sobald sie das Motorengeräusch hören. Die Vierbeiner sind es gewohnt, die Besitzerin zu stützen. Besucher auf der Koppel spüren hier sofort die enge vertrauensvolle Beziehung zwischen Mensch und Tieren. "Ja, ich bin froh über den Mobilruf", sagt die gebürtige Schwarzwälderin, die sich wohl fühlt im Dorf auf der Schwäbischen Alb. "Wenn mir etwas passiert, drücke ich die Notruftaste. Und wenn es den Tieren schlecht geht, benütze ich das Gerät als Handy."

Hundertprozentige Sicherheit könne es nie geben, sagt Jürgen Dumler. Aber das DRK nutze die Entwicklung der Technik für die bestmögliche Ausstattung beim Mobilruf und beim Hausnotruf. Der hat in und um Ulm mittlerweile fast 1000 Teilnehmer. Das Wissen, dass sie rasch Hilfe bekommen, wenn es ihnen schlecht geht oder wenn sie außer Reichweite des Telefons gestürzt sind, bedeutet für ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen ein Stück Sicherheit im Alltag und damit Lebensqualität. Barbara Lang-Huschitt kann das auch vom Mobilruf sagen. Sie möchte unabhängig und sicher sein. Das ist ein gutes Gefühl für sie selbst. Doch geht es ihr vor allem auch "um meine Umwelt, der ich mich verantwortlich fühle." Dazu gehören ihre Angehörigen ebenso wie ihre Schüler, ihre Freunde - und ihre Tiere.

Sie haben Fragen zum Hausnotruf oder Mobilruf?

Ansprechpartner beim DRK-Kreisverband ist Jürgen Dumler, Telefon: 0731 14 44 0