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Ansprechpartner FSJ Rettungsdienst und Krankentransport

David Richter
Fon: 0731 14 44 -700
Fax:  0731 14 44 -701
rettungsdienst@drk-ulm.de

Ansprechpartner FSJ Rollitaxi, Tafelladen und Übernachtungsheim

Claudia Steinhauer
Fon: 0731 14 44 -0
Fax: 0731 14 44 -50
info@drk-ulm.de

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Foto: DRK

Was ist das "Freiwillige Soziale Jahr"?

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist ein gesetzlich abgesichertes soziales Bildungsjahr für junge Menschen. Im FSJ leisten Jugendliche praktische Arbeit in Krankenhäusern, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen oder Sozialstationen und nehmen daneben an persönlichkeitsbildenden Seminaren teil.

Wer kann teilnehmen? 

Das FSJ wendet sich an junge Menschen im Alter zwischen 18 und 27 Jahren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit, verschiedene Einsatzfelder sozialer Berufe kennen zu lernen. Sie lernen ihre eigenen Fähigkeiten einzuschätzen und erfahren, wie ihre Tätigkeit von anderen wahrgenommen und bewertet wird. Das FSJ hilft ihnen häufig, sich über ihren zukünftigen beruflichen Weg klar zu werden.

Rollitaxi
Foto: DRK

Welche Stellen bietet das Deutsche Rote Kreuz in Ulm?

Wir bieten Ihnen attraktive Plätze in folgenden Bereichen:

  • Rettungsdienst und Krankentransport
  • Rollitaxi
  • Tafelladen
  • Übernachtungsheim
  • Pflegedienst

FSJler beim DRK Kreisverband Ulm berichten über ihre Erfahrungen in den verschiedenen Einsatzbereichen

FSJ im Tafelladen Ulm, Schaffnerstraße

FSJ im Tafelladen Ulm, Schaffnerstraße

Anja Häring und Simon Hammerschmied: Kritik und Teamfähigkeit lernen

Anja Häring (21) aus Urspring Simon Hammerschmied (19) aus Dornstadt

"Zufrieden wie noch nie zuvor" ist Anja abends vom Probetag im Tafelladen nach Hause gekommen. Sie spürte gleich: Diese FSJ-Stelle ist die richtige für sie. Simon ging es ähnlich. "Und ich habe immer noch jeden Tag das gleiche gute Gefühl", sagt er. Das gute Gefühl, eine ganze Menge und vor allem etwas sehr Sinnvolles geschafft zu haben.

Die Tätigkeit Waren ausladen, sortieren, Preise festlegen, auszeichnen, einräumen, verkaufen, kassieren, mit den Kunden sprechen und Büroarbeit: Langweilig wird´s den Helfern im Tafelladen nie. Die Anforderungen sind vielfältig, die Arbeit ist abwechslungsreich. Nicht zuletzt, weil täglich bis zu 200 Menschen im Tafelladen einkaufen.

Neue Einblicke Die Kunden sind Alleinerziehende, Rentner, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger und "Aufstocker" - sozial benachteiligte Menschen, die oft nicht nur einkaufen, sondern auch mit jemandem reden möchten. "Da bekommst du Einblicke in Lebensumstände, die dir bisher unbekannt waren", sagt Anja. Das verändert den Blick aufs eigene Leben.

Neue Erkenntnisse "Ich gehe jetzt anders mit Nahrungsmitteln um ", ergänzt Simon. "Die Tafel-Idee ist grandios." Deutlich wurde beiden auch, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist und wie viel die freiwilligen Helfer leisten.

Fürs Leben lernen Das FSJ dient ihnen dazu sich selbst weiter zu entwickeln. Für Anja heißt das konkret: "Ich bin eigentlich sehr empfindlich und habe hier gelernt, nicht alles so stark an mich heranzulassen und persönlich zu nehmen. Mein Fell ist dicker geworden." Simon hat Strategien entwickelt, wie er mit Stress umgehen kann.

Teamfähig werden Die FSJler erfahren tagtäglich, was es heißt und wie es geht, in einem Team mit ganz unterschiedlichen Charakteren zusammenzuarbeiten, Kritik anzunehmen und selbst konstruktive Vorschläge zu machen. Das fällt den Jugendlichen im Tafelladen nicht schwer. "Wir wurden von Haupt- und Ehrenamtlichen sehr herzlich aufgenommen", sagt Simon. Das Team ist "wie eine große Familie", in der naturgemäß auch mal Probleme auftreten. "Dann ist aber immer jemand da, mit dem man darüber reden kann", betont Anja.

Fahrdienst für ältere und behinderte Menschen, Rollstuhltaxi

Fahrdienst für ältere und behinderte Menschen, Rollstuhltaxi

Marilen Wenzler und Matthias Schuster: Verantwortung übernehmen

Marilen Wenzler (19) aus Ulm Matthias Schuster (19) aus Ulm

Klarheit gewinnen Studium oder Ausbildung? In welche Richtung soll es gehen? Zeit gewinnen, sich in Ruhe informieren und zugleich etwas für die Allgemeinheit tun: Marilen sieht im FSJ die ideale Brücke für alle, die nicht genau wissen, wo´s nach der Schule lang geht. "Außerdem fahre ich gern Auto, da ist der Fahrdienst für mich optimal." Matthias hat gleich im ersten Semester gemerkt, dass er mit dem Studium auf dem Holzweg war und wartet jetzt auf den Beginn seiner Ausbildung. "Ich wollte in der Zeit aber nicht nur jobben und Geld verdienen, sondern etwas Sinnvolles tun", sagt er.

Die Tätigkeit Menschen mit Behinderung zum Beispiel zum Arzt, ins Kino, zu Kneipenbesuchen oder zur Therapie fahren. Das Auto ist immer mit zwei FSJlern besetzt. Bisweilen müssen sie die Rollstuhlfahrer auch Treppen hinauf- und hinunter tragen. Die meisten Fahrten beschränken sich auf Ulm, ab und zu geht es in die angrenzenden Landkreise und hin und wieder auch darüber hinaus.

Verantwortung tragen "Die Fahrgäste vertrauen sich uns an. Wir sind für sie verantwortlich", sagt Matthias. "Manche Fahrgäste sind sehr ängstlich, dann erklären wir genau, was wir alles machen, zum Beispiel, wie wir den Rollstuhl befestigen."

Einarbeitung Das lernen die FSJler bei einer Schulung, außerdem bekommen sie beim "fahrpraktischen Defensivtraining" ein Gefühl fürs Auto vermittelt. Sie lernen die unterschiedlichen Formen von Behinderung kennen und Techniken fürs Heben und Tragen.

Freunde finden Zurzeit sind zwölf FSJler und ein Praktikant im Fahrdienst eingesetzt. Die Jugendlichen finden schnell einen Draht zueinander und treffen sich in der Freizeit zu gemeinsamen Unternehmungen.

Voraussetzung Günstig ist bereits vorhandene Fahrpraxis im Begleiteten Fahren, wird aber nicht zwingend verlangt. Entscheidend ist, dass die Bewerber und Bewerberinnen 18 Jahre alt und im Besitz eines Führerscheins sind.

Übernachtungsheim für Wohnungslose

Übernachtungsheim für Wohnungslose

Nicolai AL Memar: Herausfinden, was einem liegt

Nicolai Al Memar (22) aus Rottach-Egern

Fuß fassen Nach der Schule wusste Nicolai nicht so recht, wo´s hingehen soll. Jetzt will er "seinem Leben eine Richtung geben", wie er sagt, und strebt eine kaufmännische Ausbildung an. Seit dem 1. September macht er ein Freiwilliges Soziales Jahr im Übernachtungsheim für Wohnungslose des DRK in Ulm. Dabei will er auch herausfinden, ob ihm die Büroarbeit zusagt.

Die Tätigkeit Der Dienst im Büro und an der Pforte schließt auch ein, für reibungslose Abläufe im Übernachtungsheim und im Aufenthaltsraum zu sorgen. Dazu gehören zum Beispiel Wäsche waschen, Spülmaschine ein- und ausräumen, Müll entsorgen und überall anpacken, wo Not am Mann ist. "Dafür darfst du dir nicht zu schade sein", betont Nicolai.

Sich selber kennen lernen "Du bekommst ein Gefühl für die Menschen, die ganz unten angekommen sind, und lernst dabei viel über dich selber", sagt der 22-Jährige. Er habe zwar keine Vorbehalte gegen Wohnungslose gehabt. "Aber bei der Arbeit erkannte ich, dass ich manchmal ungeduldig war im Umgang mit den Leuten. Daran habe ich hier gearbeitet."

Arbeitstag durchstehen Wichtig findet Nicolai, eine Acht-Stunden-Schicht mit allen Höhen und Tiefen zu erleben und hektische Phasen genauso zu bewältigen wie die ruhigen und bisweilen auch langweiligen Zeiten.

Standpunkt überprüfen "Auf jeden Fall ist es interessant und bereichernd, die Dinge des Lebens mal von einem anderen Standpunkt aus zu sehen." Nicht zuletzt aus diesem Grund empfiehlt Nicolai, ein FSJ zu machen. Er selbst hat es noch nie bereut. "Ich bin offen und kommunikativ. Das ist das Wichtigste hier."

Sensibel für die Nöte anderer FSJ beim Rettungsdienst

Sensibel für die Nöte anderer FSJ beim Rettungsdienst

Sensibel für die Nöte anderer FSJ beim Rettungsdienst: Alina Schiele und Katharina Wacker

Alina Schiele und Katharina Wacker

Neue Einblicke gewinnen und etwas erleben wollten auch Alina Schiele und Katharina Wacker, die sich für ein FSJ beim Rettungsdienst entschieden haben.

Neues Selbstbewusstsein Die 21-jährige Alina konnte auch vor dem Freiwilligenjahr nicht über mangelndes Selbstbewusstsein klagen. "Aber ich trete jetzt nochmal ganz anders auf", sagt sie. Der Umgang mit Kranken und mit "Menschen, denen es nicht so gut geht", habe sie sensibler gemacht für die Probleme und Nöte anderer. Beeindruckt hat sie eine Mutter, die für ihre zwei schwer kranken Kinder sorgt und trotzdem voller Lebensfreude ist. Oder das Gespräch mit der Mama eines leukämiekranken Kindes. Bei solchen Begegnungen habe sie begriffen, was es heißt, gesund zu sein.

Tätigkeit Katharina und Alina sind vor allem im Krankentransport eingesetzt. Dabei blicken sie hinter die Kulissen von ganz unterschiedlichen Kliniken und Pflegeheimen. "Solche Erfahrungen macht man sonst in unserem Alter ja nicht", sagt Alina.

Ausbildung Die FSJler, die im Rettungsdienst eingesetzt sind, durchlaufen zunächst eine theoretische und praktische Schulung, bei der sie zum Rettungshelfer ausgebildet werden. Sehr hoch schätzen die beiden jungen Frauen ihre persönlichen Erfahrungen im Retter- und Krankentransport-Alltag ein. So fällt es Katharina, die "überhaupt kein Small-Talk-Fan" ist, längst nicht mehr schwer, mit den Patienten zu plaudern. "Ich kann ja nicht stumm neben ihnen sitzen, wenn wir im Krankenhaus warten. Da muss man schon was schwätzen."

Nicht nur angehende Mediziner Viele der FSJler, die beim Rettungsdienst eingesetzt sind, haben vor, danach ein Medizinstudium aufzunehmen. Der Rettungsdienst ist ideal für sie, um Wartezeiten zu überbrücken. Vielen geht es aber auch wie Alina und Katharina, die nach zwölf oder 13 Jahren Schule einfach keine Lust hatten, sich gleich wieder hinter Bücher zu setzen "und trockene Substanzen einzuwerfen".

FSJ im Pflegedienst

FSJ im Pflegedienst

Die Tätigkeit umfasst unter anderem alle anfallenden Büroarbeiten (Telefonanrufe annehmen, kopieren, faxen, Unterlagen einsortieren, Post holen und versenden, viele weitere Aufgaben), den Kontakt mit Kunden (einkaufen oder zum Arzt gehen), sowie Kontakt mit verschieden Einrichtungen (Rezepte in der Apotheke einlösen, Krankenkassen etc)

Neue Einblicke gewinnen in die verschiedenen Abläufe und Hintergründe bei einem ambulanten Pflegedienst wie z.B. der Kontakt mit den Krankenkassen, den Ärzten und den Krankenhäusern. Zudem ist es spannend wie viele verschiedenen Schritte, nötig sind um den Kunden einen reibungslosen Service anbieten zu können. Die Tätigkeit bietet viele verschiedene Erfahrungen durch die Arbeit und den direkten Kontakt mit Kunden und vielen Gesprächen. Einblicke in den Büroalltag, aber auch in die soziale Arbeit mit alten und kranken Menschen gehören ebenso zu den Tätigkeiten.

Fürs Leben Durch das FSJ beim ambulanten Pflegedienst lernt man vieles ,was Organisation und Verantwortung betrifft und man kommt mit Krankheiten und Schicksalen in Kontakt, die man so vielleicht nie wahrgenommen hätte. Man spürt, wie wichtig es ist, anderen Menschen zu helfen!

                    

Wichtige Fragen und Antworten rund um das FSJ

Wann beginnt das FSJ?

Das FSJ beginnt in der Regel am 01. September eines jeden Jahres. Man kann jedoch auch zu einem anderen Zeitpunkt einsteigen. Fragen Sie einfach bei uns nach.

Wenn Sie sich für den Retttungsdienst und Krankentransport interessieren, hier beginnt die Fachausbildung zum Rettungshelfer bereits Anfang August.

Sie haben Interesse, aber keine vollen 12 Monate Zeit?

Sie möchten die Zeit bis zu Ihrem Studium überbrücken oder vor der Ausbildung noch ausgiebig Urlaub machen - kein Problem! Wir bieten Ihnen auch gerne Plätze für kürzere Zeiträume an, z.B. nur für 6 Monate. Sprechen Sie mit uns!

Wenn Sie nicht sicher sind, für welchen Bereich Sie sich entscheiden sollen, können Sie bei uns gerne ein eintägiges Schnupperpraktikum machen.

Und was bekommen Sie dafür?

Wir bieten Ihnen

  • bis zu 400 Euro im Monat
  • mindestens 25 Tage Urlaub bei 12 Monaten FSJ
  • Ihr Kindergeldanspruch bleibt während des FSJ erhalten.
  • Eine Sozialversicherung sowie eine Unfall- und Haftpflichtversicherung im Einsatz

Wie und wo bewerbe ich mich?

Das Rote Kreuz in Ulm arbeitet eng zusammen mit dem DRK Kreisverband Aalen, der Anstellungsträger der FSJ-Stellen ist. Die Einsatzstellen sind in Ulm oder im Alb-Donau-Kreis. Wir benötigen ein Anschreiben, einen Lebenslauf, die einfache Kopie Deines letzten Zeugnisses und ein Passbild. Den Bewerbungsbogen kannst Du unter www.drk-aalen.de downloaden. Die Bewerbungsunterlagen werden von uns nach Aalen weitergeleitet.